Was das Insulin mit Abnehmen zu tun hat

Würfelzucker in Teelöffel, isoliert auf weiss

Was ist das Geheimnis des „Insulinhaushaltes“? Was geht da im Körper vor sich?

Stellen wir uns vor, dass das menschliche Blutzuckersystem ein großer Topf ist. In diesem Topf sollte ein konstanter Blutzuckerspiegel erhalten bleiben (100 mg/dl). Ein konstanter Blutzuckerspiegel (ein gewisser Anteil Glukose im Blut) ist sehr wichtig, damit die Organe jederzeit schnell mit Energie versorgt werden.

Blutzucker stammt aus den Kohlenhydraten der Nahrung (Kohlenhydrate sind in Getreideprodukten, Obst, Gemüse…..). Kohlenhydrate sind also überaus wichtig, denn sie stellen die Energieversorgung der Zellen sicher.

Der so gewonnene Blutzucker aus den Kohlenhydraten wird über die Darmwand in die Blutbahn resorbiert. Wie schnell resorbiert wird hängt davon ab, ob es sich um schnell – oder langsam resorbierende Kohlenhydrate handelt. Kohlenhydrate sind also nicht gleich Kohlenhydrate!

Alle Vollkornprodukte sowie Obst/Gemüse in ihrer Rohform sind langsam resorbierende Kohlenhydrate (Polysaccharide). Fertigprodukte sowie alle Produkte aus Weißmehl und dem normalen Haushaltszucker gehören zu den schnell resorbierbaren Kohlenhydraten (Mono- od. Disaccharide).

Das heißt also: Ich esse Kohlenhydrate – gleichzeitig steigt mein Blutzuckerspiegel an.

Erreicht nun der Blutzuckerspiegel eine bestimmte Höhe, so wird der Blutzuckerfühler (Glucostat) aktiviert (ähnlich wie der Thermostat bei einer Heizung). Er sendet ein Signal an die Bauchspeicheldrüse. Diese schüttet auf das Signal hin die benötigte Menge Insulin direkt in die Blutbahn aus. Das Insulin aktiviert ebenfalls ein Signal -> Die Klappe im Blutzucker-Topf öffnet sich und der Blutzucker aus dem Topf kann abfließen, bis der normale Spiegel wieder hergestellt ist.

Wenn der Blutzuckerfühler kein Signal mehr sendet, schüttet die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr aus und die Klappe wird geschlossen. Auf diese Weise soll der Blutzuckerspiegel immer konstant gehalten werden.

Der Blutzucker fließt nun mittels des Insulin zunächst zum Muskelgewebe, wo der den Muskelzellen zur Energiegewinnung dient. Insulin ist also so etwas wie ein kleines Auto mit Anhänger: Blutzucker wird auf den Anhänger gepackt und das Auto „Insulin“ düst zu den Muskeln.

Wird diese Energie nicht oder nicht mehr benötigt (Menschen, die fast ständig sitzen, brauchen natürlich nur sehr wenig von dieser Energie), dann werden diese Kohlenhydrate aus der Nahrung in der Leber gespeichert (Glykogen). Die Speichermöglichkeit der Leber ist allerdings sehr begrenzt – nur 75 g Glykogen „passt“ in die Leber.

Benötigen die Muskeln also keine Energie mehr und ist der Glykogenspeicher der Leber gefüllt, so hat der Mensch noch eine Ablagerungsquelle für die „ungebrauchte Kohlenhydrat-Energie“: nämlich das Fettgewebe. Hier besteht eine fast unerschöpfliche Speichermöglichkeit, hier kann der Organismus all das ablagern, was er woanders nicht benötigt. Das heißt auch: je mehr Fettgewebe vorhanden ist, desto mehr Insulin-Autos düsen direkt ins Fettgewebe und leeren ihre Anhänger gerade dort. Je mehr Sport ich zum Beispiel treibe, desto höher ist mein Grundumsatz = desto mehr Energie braucht mein Muskelgewebe auch dann, wenn ich gerade nicht trainiere! Denn beim Sport zählen nicht die Kalorien, die ich während des Trainings verbrenne, viel interessanter ist die Erhöhung des Energieverbrauchs der Muskelzellen.

Für die „schlechten Kohlenhydrate“ – also die schnell-resorbierbaren Kohlenhydrate gilt: je mehr Insulin im Blut sein muss (durch die hohe Menge Blutzucker muss auch eine große Menge Insulin ausgeschüttet werden), desto schneller wird der Blutzucker abgebaut, und desto schneller muss also der Blutzuckertopf wieder aufgefüllt werden – außerdem entsteht bei vielen Menschen das Gefühl von Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Trägheit und Lustlosigkeit. Die Fertignahrung ist, wegen dem hohen Anteil raffinierter Zutaten, zu einem großen Teil mit Schuld daran, dass es so wenig „Durchhaltevermögen“ gibt. Die Menschen sind krank, dauernd schlapp, müde und gestresst.

Schlechte Kohlenhydrate können aufgrund des zu schnell ansteigenden Blutzuckerspiegels, der kurz darauf wieder in endlose Gefilde absackt, nicht lange sättigen (das Hungergefühlt entsteht durch das Absacken des Blutzuckerspiegels durch einen hohen Insulinspiegel). Die Gefahr eines Teufelskreises ist hier sehr hoch: Ich esse falsch (oder nasche), es wird viel Insulin ausgeschüttet. Mein Körper meldet nach kurzer Zeit Hunger (auch Heißhunger, oder Appetit…), denn der Blutzucker ist schnell gesunken. Dann nasche ich wieder und das Ganze beginnt von vorn.

Bei übergewichtigen Menschen ist die Ursache im Übergewicht oft genau in dieser Falle zu suchen: Ein ständiges Auf und Ab des Insulin-Blutzuckerhaushaltes. Natürlich kann der Körper dies nur eine gewisse Zeit mitmachen… die Folge aus diesen heftigen Hochs und Tiefs ist Diabetes. Kennst du genau das Problem? Ständig Appetit, Hunger, Heißhunger direkt nach dem Essen? Dann weißt du jetzt, woran es liegt und dein wichtigstes Ziel sollte sein, dieser Falle zu entkommen. Und zwar nicht mit irgendwelchen Diätsuppen oder sonstigen „Hilfsmitteln“, sondern indem du dich mit den Nahrungsmitteln ernährst, welche für dich und deinen Stoffwechsel optimal sind. Eine ganzheitliche Blutdiagnostik schafft hier die Vorraussetzung.

Das große Thema „Süßstoff“ ist sehr umstritten.

Auf der einen Seite sind Süßstoffe der Gesundheit nicht zuträglich, unabhängig vom Insulinhaushalt des Körpers. Auf der anderen Seite lässt Süßstoff an sich den Insulinspiegel nicht ansteigen. Daher werden Produkte für Diabetiker stets mit Süßstoff versehen und nicht mit anderen Süßungsmitteln. Zum Abnehmen jedoch sind diese Produkte nicht geeignet, denn die Produkte enthalten außer den Süßstoffen natürlich noch andere Kohlenhydrate wie Mehl, Nüsse und mehr. Diese sind im schlechtesten Fall dann noch die „schlechten Kohlenhydrate“ und bewirken nach wie vor eine hohe Insulinausschüttung, die ja gerade vermieden werden soll. Natürlich sind diese Produkte auch für Diabetiker nicht ratsam, dennoch werden sie hergestellt und verkauft.

Wer beim Abnehmen auf seine Gesundheit achtet, lässt die Finger von Süßstoff. Immer mehr Ärzte, Heilpraktiker und Wissenschaftler warnen vor den Süßstoffen, die den Stoffwechselhaushalt des Köpers nachhaltig stören.

 

Von:

Der Name Magnolija Vita steht für das blühende Leben. Also aufblühen und erneuern. Im Mittelpunkt des Unternehmens stehen die Themen: Wohlbefinden, Gesundheit, Vitalität und Idealgewicht. In der Zusammenarbeit mit Ärzten, Heilpraktikern und einem Labor wurde eine Untersuchungsmethode entwickelt, mit einem ganzheitlichen Ansatz, um eine individuelle und optimale Stoffwechselregulierung zu erreichen. Hierzu finden auch laufend Vorträge in den Naturheil- u. Arztpraxen statt.